Fundamentalist:innen haben ein Problem mit Ungläubigen; Menschen, die ihren Glauben nicht in der (Auslegung, Intensität und Konsequenz der) Realitätsbestimmung teilen.

Das kann an der Stelle bedeuten, dass sie keinen Bezug zur Verlässlichkeit von Wissen haben und grundsätzlich ihren religiösen Auslegungen Vorrang gegenüber weltlichen Erkenntnissen geben. Fundamentalismus ruht in der unbedingten Bedeutungskonstruktion und „erwünschten“ Annäherung dann durch Praktizieren – nicht das Weltliche ist maßgeblich, sondern das Göttliche, das vorgelagert das Weltliche bestimmt.

Insofern gibt es dann keinen sich auf allgemeine Verlässlichkeit beziehenden entwickelnden „Wissensstand“, sondern nur das Wort, das am Anfang war.


Vielen Dank an den Elektropastor, der mir eine sehr gute Frage zu „Glauben und Wissen“ gestellt hatte und sich die Antwort darauf wunderbar als Post hier eignet.